Direkt nach den Fasnachtstagen trafen sich einige begeisterte Fasnächtler und schmiedeten Pläne für eine neue Clique. Einige waren optimistisch, andere eher ungestüm. Es war nicht einfach, man musste immer wieder auf jemanden warten, und als der Letzte eintraf, rief jemand laut „GLUNGGI“; der Name gefiel sofort und blieb bestehen. Am 3. März 1966 wurde dann die Fasnachts-Clique Glunggi gegründet.
1967, an der ersten Fasnacht, war es noch eine kleine Gruppe; aber es gab bereits ein Spiel, dem man zuhören konnte. Auch ein Vortrab war dabei, aber eine Clique-Laterne konnte man sich noch nicht leisten. Im nächsten Jahr wurde dann eine Laterne aus einem Lampion gebastelt, was zum Sujet passte und wenig kostete. Dafür zogen die Glunggi ein grandioses Requisit nach.
Im Jahr darauf waren die Glunggi dann fast wie eine richtige Clique unterwegs, mit einer wunderschön bemalten Laterne. Jahr für Jahr wuchsen die Glunggi, es gab mehr Vortrab-Mitglieder, mehr Pfeifer und mehr Tambouren. Auch die Kostüme wurden immer farbenfroher und witziger, und auch der Zeedel gefiel. 1971 malte dann Brigitte Ritter die Laterne, was einen grossen Sprung in die Fasnachtswelt bedeutete.
Die Clique wurde grösser, und so bekamen am Morgestraich 1974 alle ein eigenes Kopflaterne; ein kleiner Waggis, der auf einem Stein sitzt und eine Stäggelampe hält. Das war ein besonderer Augenblick, der in Erinnerung blieb. Natürlich mussten dann bald neue Stäggelampen her. Von da an ging der Vortrab mit viel Stolz auf die Strasse.
1977 fertigte Roger Magne zum ersten Mal die Larven an und im Jahr darauf auch die Laternen. Das schuf eine lange Zeit enger, fasnächtlicher Verbundenheit. Und gerade in dieser Zeit gab es einen Einbruch, und die Clique musste sich bewähren. Wir wären eigentlich Stamm geworden, doch gerade dann änderte das Comité die Vorschriften; wir wurden eine B-Clique (heute wissen nicht mehr viele in der Fasnachtswelt, was das eigentlich war).
Das Wachstum der Glunggi wurde dadurch aber nicht gebremst, man wurde grösser und gründete 1979 sogar eine Junge Garde. Diese Junge Garde lief im Jahr darauf zum ersten Mal an der Fasnacht mit, und es war ein herrlicher Zug, den man bestaunen konnte.
1981 bauten und richteten die Glunggi in der Grälligerstrasse den Glunggi-Keller ein. Man übte dort das Pfeifen und in einem Schulhaus das Trommeln, aber die gemütlichen Anlässe dauerten manchmal bis in den Morgen hinein. Ein besonderes Jahr war auch 1985, als die Grossen und die Kleinen einmal gemeinsam Fasnacht feierten.
In den folgenden Jahren wurden die Glunggi stark und gross, sodass man 1990 zum ersten Mal als Stamm-Clique mitlief. Gefestigt und mit viel Humor dachte man bald an einen grösseren Clique-Keller. Schon im Jahr darauf durfte man in der Bäumleingasse in den neuen Glunggi-Keller einziehen; ein herrlicher Keller, der bis heute ein Bijou für jeden Glunggi ist. Dort kann man sogar gemeinsam pfeifen und trommeln und natürlich jeden Anlass von Herzen geniessen.
Zusammen mit der Jubiläumsfeier – 25 Jahre Glunggi – konnte man auch den ersten Drummeli-Auftritt im Kiechli geniessen, eine unvergessliche Zeit. Auch die Jubiläumsfasnacht 1991 ging in die Geschichte ein, und mit einem herrlichen Jubelzug zog man durch die Strassen.
Die Glunggi haben ihren Platz in der Fasnachtswelt gefunden und ihn bis heute mit viel Eigenleistung und Humor behauptet. Die Junge Garde bekam eine Binggis-Gruppe, und heute gibt es auch eine Alte Garde, die die Fasnacht beachtlich gut zelebriert. So ist die ganze Glunggi-Familie mit Herz und Seele beim fasnächtlichen Treiben dabei, nein, ich meine, mit Begeisterung dabei! Und das nicht nur an den drei schönsten Tagen.




